Without wasting your time

Kapitel 1

Kapitel 1 

Es passierte alles an einem frühen Schulmorgen.. Mein Herz raste wie verrückt und meine Knie wurden weich.. Liebe auf den ersten Blick?
„Jetzt kannste aber ned schon wieder zu ihm gehen und irgendwelche scheisse plappern.“, meinte Laura und wollte mir das bein stellen, was ihr natürlich nicht gelang. „Mist.“ „..Auf deine Frage zurück. Klar kann ich das.“, grinste ich ihr entgegen und begab mich auf den Pausenplatz um ihren Lover zu suchen. Plötzlich erblickte ich jemanden, den ich bisher noch nie auf diesem Pausenplatz gesehen hatte. Meine Knie wurden weich und mein Herz schlug schneller, obwohl ich das alles gar nicht wollte. Fest schüttelte ich Laura’s Arm. „Was hast du denn jetzt schon wieder gesehen? Du benimmst dich wie ein gerupftes Huhn.“, schaute sie mich mit grossen Augen an. Ich zeigte nur unauffällig mit dem Finger auf ihn. „D..d..der mit der Zipfelmütze..“, meinte ich. „Ich hab meine Brille nicht an, ich seh nichts.“, flüsterte sie mir entgegen. Ich zog sie an der Hand mit zu Iman. „Imi, Kim hat wieder jemanden gesehen, der ihr ahnscheinend sehr gefällt..“, sie zeigte mit dem Finger auf meine Knie und lachte. Iman musste ebenfalls lachen. „Wen denn?“, fragte sie. „Siehst.. du.. den mit d..der Zipfelmütze?“, meinte ich. Sie fing völlig an zu lachen und ich verstand die Welt nicht mehr. „Was ist denn daran so lustig?“, forderte ich sie auf mir es zu erklären. „Den kenn ich.. der geht mit meinem Bruder Wahid in die Parallelklasse. Er heisst Tomas und ist 14 Jahre alt.“ Geschockt blickte ich in ihr Gesicht. „Tomas?“, dann vernahm ich das Klingeln der Pausenglocke. Als ich mich umdrehte, war er schon im Gebäude verschwunden. Ich versuchte noch etwas schneller zu laufen, um ihn noch besser anzuschauen, doch es gelang mir nicht, denn bei der engen Tür, war immer so ein Gerangel.
Die ganze Mathestunde, konnte ich mich nicht konzentrieren. Ständig hatte ich ihn in Gedanken. Plötzlich kam ich auf eine Idee, wie ich mit Imi, während der Stunde noch etwas kommunizieren konnte. Ich riss ein Stück von meinem Notizblock raus und schriebt drauf: Weißt du noch mehr über ihn? Ich zergnüllte das Papierchen und schaute herum, ob Frau Szi schaute. Nichts. Also warf ich das Papierchen über den Kopf von Aylin zu Iman. Kaum hatte ich mich wieder der Aufgabe gewitmet, kam das Papierchen zurück, worauf stand: Komm heute nach der Schule zu mir, wir können meinen Bruder ausfragen, okey? Sie schaute mich gerade an und ich nickte ihr zu. Sie nickte ebenfalls.
Der Tag verging in langsamen tritten und jede Pause hindurch, beobachtete ich ihn mehr. Ich merkte mir seine Lachart, seine Gangart, seine Art an sich überhaupt, sein Verhalten, seine Bewegungen.. Einfach alles. Meine Freunde, blieben weg. Ich hatte nur noch Augen für ihn. Keine Ahnug, was mir an ihm so gefiel.. „Der Himmel ist rooot..“, schaute mich Laura mit grossen Augen an. „Jaa..“, gab ich nur als Antwort. „Jaa? Hallo? Bist du noch da? Der Himmel ist blau und nicht root?“, erst musste ich überlegen, was sie denn vorher gefragt hatte. „Ahia.. Oh sorry eh.. Scheisse.. Ich bin total abgelenkt und das nur wegen ihm.“ Sie nickte und nahm ich kurz ihn den Arm. Ich löste mich von ihr und schaute sie an. „Ich denke, du bist Liebeskrank.“, lächelnd nahm sie meine Hand. „..Liebeskrank?“ „Verliebt mein ich, du dummes Ding.“, sie lachte und schaute mich bemitleidend an. „Wenn das du nicht schief geht..“
Ja.. Soviel konnte ich auch sagen. Wenn das nur nicht schief geht.. Doch es war schlimmer als gedacht..
„…Ja und wenn er nichts weiss?“, fragte ich sie total nervös. „Er wird bestimmt etwas wissen, er geht immerhin in seine Parallelklasse.“, lächelte sie mich an. Hand in Hand liefen wir zu ihr nach Hause. Zu Hause angekommen, schmissen wir die Schulsachen ins Zimmer und begaben uns zu Wahid’s Zimmer. Er mochte es zwar nicht, wenn seine Schwester in seinem Zimmer war, doch mich mochte er irgendwie. Nervös lief ich von der einen Zimmer-Seite zur anderen. „Kannst du auch fragen, währenddem du mich anschaust und stehenbleibst?“, fragte er mich. Ich schüttelte nur den Kopf. „Ich muss irgendetwas wissen, was ich dich fragen kann.. Genau!! Hat er eine Freundin?“, für kurze Zeit, hörte ich nur meinen rasenden Herzschlag. „Das weiss ich nicht.“ Enttäuscht setze ich meine Laufschritte fort. „Hast du seine Handy- Nummer?“, fragte ich weiter. „Ich hab nur so eine Liste mit Namen, wo die Handynummer drauf sind, aber er hat keins.“ Zum zweiten Mal enttäuischt setzte ich meinen Gang fort. „Hat er Msn oder Netlog?“, meinte ich. Das war für mich das wichtigste. „Also seine Msn Adresse hab ich ned, aber er hat Netlog.“, er lächelte mich an. Mit Hundeaugen blickte ich ihm in die Augen. Er wusste genau, was jetzt kommen sollte, denn er drehte sich zu seinem Computer um und ging auf seine Freunde, um ihn zu suchen. „..Danke, du bist echt ein Schatzii..“, meinte ich dann noch. „Kein Problem..“ Er war eher der zurückhaltende Typ. Voll der Gangster. Aber trotzdem, einfach totaaal nett. Ich musste schmunzeln. Ich meine, für das, dass er erst seit den Sommerferien hier lebt, weiss er schon recht viel über ihn. „Soo, da ist er.“, er weckte mich aus meinen Gedanken. „Woo?? Wooo??“, total überwältigt von allem, sass ich auf seinen Schoss und schaute mir erst mal, seine Bilder durch. Es stand, er habe eine Feste Beziehung. Irgendwie, übersah ich das vollkommen, denn ich wollte gar nicht wahr haben, dass er vergeben war. Ständig redete ich mir ein: Er hatte bestimmt eine Freundin und jetzt hat er vergessen es zu ändern. Oder: Er Schreibt das bestimmt nur hin, weil er so geil ist und nicht von jedem Mädchen zugeplappert werden will. Oder: Er hat die Fragen nicht richtig angeschaut und das ausversehen gedrückt. Was natürlich alles nicht stimmte.. Ich entdeckte auch ein Bild, wo ein Mädchen neben ihm stand, worauf der Kommentar von ihm folgte: Anna und ich *herzchen* .. Ebenfalls auch das, beeinflusste meine Hoffnungen nicht, denn ich sagte zu mir selbst: Bestimmt nur eine Freundin die er total mag. Wenn ich nach unten sgrollte, entdecke ich auch die Kommentare, welche andere Mitglieder von Netlog hingeschrieben hatten. „So ein süsses Paar.“ Oder „Ich habe noch nie jemanden angetroffen, der Anna so glücklich macht wie du.“ Ich muss schon zugeben. Das war ein schlag ins Gesicht. Den mein Bauchgefühl konnte ich nicht loswerden, welches sagte, dass es wircklich seine Freundin war. Ein weiteres Bild war zu finden. Nun, hätte ich zwar 100% sagen können, er hat eine Freundin, doch ich tat es nicht. Es war ein Bild, worauf er und sie sich küssten. Sein Kommentar: Ich und sie *herzchen*.. Ebenfalls dachte ich nur: Das ist seine Ex. Er hat das Bild noch drinne gelassen, weil er sie immernoch mag. Klar, das konnte alles möglich sein, aber nur zu 2%!! Der Abend war lang, denn Wahid war schon längst aus seinem Zimmer geflüchtet und ich und Iman schauten sein Profil an. Auch über Arme Menschen, hatte er ein Video hochgeladen, viele Bilder von seinen Freunden und ihm, waren zu sehen. Ich glaube es waren 2 Stunden, worauf wir auf seinem Profil herumstöberten. Schliesslich schaute ich zuletzt noch auf seinen Namen, um zu erfahren wie er hiess. Da stand nur: Flav Grillez. „Der Name hat er erfunden Schätzchen.“, meinte Imi. „bist du sicher?“, fragte ich sie. „Ja. Zu 100%. Glaubst du, er will, dass jedes Mädchen auf tel.search geht und seine Adresse und seine Nummer ausfindig macht?“, fragte sie mich mit einem Ton von Vorwurf. Ich grinste. „Du hast mich gerade auf eine Idee gebracht..“ Eine halbe Stunde später, wusste ich auch seine Strasse und seine Telefonnummer. Jetzt musste ich mich echt erholen. „Meine Hausaufgaben!!!!!“, ich sprang vom Bett auf und rannte ins Zimmer. „..Die hab ich voll verhängt.“, meinte ich und setzte mich sofort ran. Ich durfte bis um halb 9 bleiben und musste dann wieder nach Hause.

Was ich noch nicht wusste.. Das mit Tomas, wurde eine lange Geschichte..

 

2.3.08 16:44


New FF

 

 Hellöh zusamm'

Ja Aso, ich hab jetzt eine neue Fanfiction angefangen. Die FF heisst 'Love don't exist'    Ich hoffe ihr habt intresse und lest weiter. Die FF findet ihr unter der Kategorie des Namens^^                                                                                                       Viel Spass. <3

Liebe Grüsse Kim

2.3.08 16:40


2. Kapitel

Hallu allerseits xD Ja ich hab neue Pitel. 2-6. viel spass <3  

Kapitel 2

„Claudia.. Also Claudii und du?“, schaue ich genauso schüchtern zu ihm hinüber. „Ich hab nen scheiss Namen. Nenn mich einfach Milo, so nennen mich alle in meiner Schule. Wo wohnst du denn?“, fragt er mich sehr intressiert. Mein Herz schlägt schon jetzt bis zum Hals. Ich lächle. „Ich wohn hier, in Zürich und du?“
„Ich wohn in Deutschland.. Friedrichshafen.“ omg.. Das kann nicht sein.. So ne Scheisse.. Das würde niemals was werden!! Traurig lasse ich den Kopf hängen. „Mhmm.. Und wo gehst du jetzt so hin, allein?“, er schaut mir direkt in die Augen. Ganz ruhig bleiben.. ganz ruhig Claudi.. Er ist auch nur ein Mensch! „Ich weiss nicht genau. Meine Mum, die dort drüben steht..“ ich zeige mit dem Finger auf sie. „..hat mich heute morgen geweckt und gesagt, sie will mir meine neue Schule vorstellen. Aber ich weiss noch nicht mal wo's hingeht. Ich bin ja schon in einer Schule um von Umziehen war noch keine Rede.“,dann schaue ich meine Mum wieder an. „Mhmm.. Fährst du mit dem Zug, der an diesem Gleis hält?“ Ich nicke. „Der fährt an meine Schule. Friedrichshafen.. Eigentlich wohn ich ned dort, eigentlich wohn ich in Hamburg, aber meine Eltern wollten mich ned und ich bin jetzt im Internat..“, erklärt er mir mit einer traurigen Stimme. Im moment kommen mir tausend fragen. „Ludwichshafen? Zug? Internat? Nur eine Station? O.o!!“, meine Mum will mich sicherlich nicht dorthin schicken..omg.. nein,das.. „Nene sicherlich nicht! Es gibt auch noch andere Haltestellen davor. Das ist die letzte Haltestelle.. und deine Mum sieht auch nicht so aus, als würde sie dich ins Internat schicken wollen.“ Ich schaue besorgt in die Richtung des Zugs, der gerade angefahren kommt. „Meinst du?“ Er nickt. Was ist wenn doch? Sie hat ja gesagt, dass sie mir eine neue Schule vorstellen will. Aber vielleicht ist es auch nur eine Französischschule, die ich irgendwo  besuchen soll.. Jetzt, wenn ich so überlege, würde ich viel lieber in eine Französisch Schule als in ein Internat. Zusammen mit Milo betretten wir den Zug und setzen uns in eine der Kabinen. Ich setze mich neben meine Mum und Milo bleibt stehen. „Willst du dich zu uns setzen?“, frage ich ihn absichtlich sehr from. „gerne..“, lächelt er mich und meine Mum an. „Darf ich vorstellen. Milo, Elisabeth .. Elisabeth, Milo. Hab ihn vor einer halben Stunde kennengelernt, als du noch vor dem Gleis ne Kippe geraucht hast. Sie nickt. „Hey Milo...“, sie schaut ihn sehr skeptisch an. „Bist du auch so ein Emo wie ma fille?“ Milo nickt und grinst mich an. „I'ts Emo Time..“ Ich muss lachen. Das ich schon so gut mi ihm von Anfang an auskomme, finde ich voll toll. Irgendwie fühle ich mich bei ihm geborgen. Er strahlt eine Wärme aus, die mich so aufwärmt, dass ich ihm wie ne Ente nachwatcheln könnte. Ich hoffe er fragt mich noch bevor wir uns trennen, nach meiner Handynr.. ansonten muss ich das wohl übernehmen. Wieder fassen mich die Gedanken, wo sie wohl mit mir hin will.. „Mum.. Wo gehen wir eigentlich hin?“, frage ich sie. „Deutschland.“ „Und wo nach Deutschland?“, frage ich nach weiteren Infos. „Friedrichshafen.“, Geschockt blicke ich zu Milo rüber. „Friedrichshafen? Und was machen wir dort..??“ „Ganz einfach.. Je te présent une école, okey?“ „Und was für eine???“ „Une école normal.. pour quoi?“, fragt sie schon ganz genervt. „Erzähl mir was..“, fordere ich sie auf. „Tout a l'heure.“ Super.. Eine Normale Schule? Und wenn nicht..? Diese Ungewissheit macht mich ganz nervös.. Es ist ein Gefühl, dass ich nicht gerne verspühre.. Es bringt nichts, sie weiter auszufragen.. Sie wird es erst später sagen, wie sie eben gesagt hat.. wenn sie etwas sagt, ist dass auch so. Sie ist hartnäckig wie ein Stier. Plörtlich spühre ich eine Hand an meiner Schulter. Ich erschrecke. Es ist Milo. Meine Mum hat mittlerweile die Zeitung hervorgeholen und liest in dieser..
 

Ich erhebe mich von meinem Stuhl und strecke mich erst einmal gründlich durch. Phaaaa.. Ich bin anscheinend eingeschlafen..“, gähnend schaue ich umher. Als ich bemerke, dass nur noch meine Mum dasitzt, bin ich erst einmal geschockt. „Wo ist Milo hingegangen?“, frage ich meine Mum immernoch geschockt. „Er musste schon die letzte Station raus.. Weil er zu seinem Oncle musste und er wollte dich pas wecken..“ „Waas?! Er ist gegangen? Ohne Tschüss zu sagen???“, traurig blicke ich nach draussen und merke, dass der Zug anhält. Das kann ja echt nicht sein! Dann treffe ich schon mal meinen möglichen Mr. Right und dann sehe ich ihn nie wieder.. Das ist wieder so ein schlimmes Gefühl, wenn man weiss, dass man eine Person, nie wieder sieht! Ich weiss doch nicht mal deine Nummer, oder seinen Nachnamen, um etwas ausfindig zu machen.. Traurig lasse ich den Kopf nach unten senken. Ohne Worte, drückt meine Mutter mir einen Zettel in die Hand. Ich drehe ihn um und lese. „Ruf mich an! ************ Dein Milo. <3. Omg.. Ich glaubs ned.. Meine Augen glänzen wie ne Marzipan Torte die gerade neu gebacken worden ist. „Jaja.. Ich hab noch ein  wenig mit ihm gesprochen, über Emos.. Das sind ja welche..“, lacht sie und verlässt den Zug. Er hat mit ihr über Emos gespochen? Omg.. Das wird mir ja noch gut rausgekommen sein.. Als ich draussen stehe, fällt mir gerade die grosse Tafel auf: Bahnhof Friedrichshafen. Mhm.. Toll! Ich weiss ja noch nicht mal was mich erwartet. „So.. komm mit.“, sagt sie und zieht mich am Arm mit. „Danke, ich kann auch gut allein laufen. Ich lauf dir schon ned davon.“, sie lässt mich los und läuft weiter. Ich laufe ihr nach. „So, setz dich hierhin, ich muss jetzt mit dir ein paar ernste Worte sprechen.“, meint sie und ich setze mich auf die Bank neben sie. Sogleich beginnt sie zu erklären. „Nun.. Warum wir hier sind, komme ich später zu sprechen.. Dein Vater, ist in einem schlechten Zustand, was du ja weisst.. Und ich muss mich jetzt um seine Firma und sein Geld kümmern. Ich werde kaum mehr zu hause sein und das heisst, dass ich auch keine Zeit mehr für dich haben werde. Das wird nur ein Jahr oder so dauern. Das heisst, dass du in dieser Zeit ins Internat gehen wirst.. Içi en Friedrichshafen, wirst du dich sicher wohl fühlen! Pour toi, habe ich absichtlich das teuerste Internat ausgewählt.. Wir wollen ja nicht, dass notre fille sich nicht wohlfühlt, ne? Es sind alles ganz nett dort, ich bin mir sicher, du wirst dich schnell einleben! Wir werden aujourd 'hui einen Tag dort sein und du darfst alles kennen lernen.. Sobald wir zuhause sind, wirst du alls packen und hierher kommen. Bedenke, es ist nur ein Jahr! Andere müssen ihr ganzs Leben dort bleiben! Tu as compris?“ Geschockt schaue ich sie eine halbe Minute ohne weg zuschauen an. Das hat sie nicht wircklich gesagt? Ist sie so herzlos? Ich habe für dich absichtlich das teuerste Internat ausgesucht, damit du glücklich bist? Ist sie denn nur vom Geld besessen? Eine Träne kullert an meiner Wange runter. Hat sie kein Mitgefühl, wie ich mich gerade fühle? ..dann wirst du gleich alles packen! Ist das ein Befehl? Ich habe es gewusst! Ich habe schon von Anfang an gewusst, dass sie so eine kalte Mutter ist. Ich sage nicht, dass sie mich fragen hätte müssen, ob ich einverstanden bin.. Aber sie hätte es mir anders sagen können.. Sie hätte es mit gefühl sagen können.. Eine andere Mutter würde sowas unter Tränen sagen.. Dass er ihr Leid täte, mich irgendwo unterbringen zu müssen.. aber nicht so! Eine Träne nach der anderen Tropfen auf meine schwarzen Jeans und hinterlassen einen weisslichen Kreis auf meiner Hose. Sie seuzft nur.. Ich schaue sie mit verweinten Augen an. Sie seuzt...? Etwa weil ich es wage zu weinen, oder weshalb? Wenn ich es ihr jetzt unter die Nase reiben würde, wie empört und vorallem verletzt ich von ihr bin.. würde sie es nicht verstehen! Sie würde mich als unverstehendliche Person bezeichnen und mich zusammenstauchen. „Du bist so Gefühlslos..!!!“, schreie ich ihn ihr Gesicht und renne davon. In der nächsten Ecke, lasse ich mich an der Wand runterrutschen und schluchze einfach vor mich hin.. Ich vergrabe mein Gesicht in meinen Knien..

Nach einer Weile, höre ich wie es anfängt zu regnen und jemand vor mich hinsteht. „Es war nicht so gemeint, ma fille. Komm, steh auf.“, sie reicht mir ihre Hand. Ich greife sie und laufe richtung Ausgang, ohne in ihr Gesicht zu sehen. Ich habe beschlossen, es einfach zutun. Ständig habe ich mir die Frage gestellt: Lieber aushalten, mit einer gefühlslosen Mutter, die es nicht einmal einsieht, dass sie es ist, oder an einem Ort, in einem Internat leben? Entschieden habe ich mich für das Internat.. Auch wenn es ein Jahr ist.. Besser so.

Kapitel 3

1,2,3,4,5 Autos.. Fortlaufend betrachte ich die durchfahrenden Auto, während meine Mum dem Buschaufeur die Tickets bezahlt. Sie kommt zu mir und setzt sich daneben. Ich rutsche ein Stückchen an die Wand. Auf der einen Seite, bin ich froh, dass ich sie ein Jahr, vielleicht auch weniger, nicht mehr sehe.. Aber auf der einen Seite.. bin ich sehr traurig, so über meine Mutter reden zu müssen! Ich betrachte die Leute, die an mir im Bus vorbeilaufen. Sie sind müde.. Es ist ja auch erst 10. Was ist das schon für eine Zeit? Eines weiss ich ganz genau! Die Schweizer sind anders, als die Deutschen. Für Schweizer, gilt nur das Arbeiten, also ist für sie 10 Uhr keine frühe Zeit! Für Deutsche, ist 10 Uhr noch recht früh.. Der Bus hält, meine Mum steht auf und ich laufe ihr hinterher. „Wir müssen jetzt noch ein Stückchen aufwärts laufen. 200m vielleicht.. Für so wenig, bezahle ich sicherlich kein Busticket mehr.“, sagt sie kalt und läuft nach oben. Ist sie jetzt etwa wütend auf mich, weil ich ihr gesagt habe, dass sie Gefühlslos ist, oder wie steht das? Ich mein.. Ich hab ja nur die Wahrheit gesagt! Sie will es nur nicht wahr haben.. dass sie weiss, dass ich sie hasse!
 

Es geht alles nach oben.. Bis ich ein grosses Schloss sehe. Fast wie bei Harry Potter, nur vieeel schöner! Es ist beleuchtet und recht gross. Es steht an der Spitze des Berges und davor ist ein kleiner See.. Den man von unten, von daher wo wir gekommen sind, nicht gesehen hat. Ist DAS, das Internat? Das ist ja wie ein Hotel!! Wir laufen geradewegs auf das „Schloss“ zu.. Ich betrachte noch eine Weile den See.. Der See spiegelt das „Schloss“ auf eine wunderschöne Weise. Jedes Detail ist auf dem Seespiegel zu sehen, das am echten Exemplar genauso vorhanden ist.. Das habe ich noch nie gesehen! Vor dem See, sind alles voller grosse, dicke Bäume. „Kommst du nun endlich, Claudia?“, sie schaut mich genervt an. „Jaaa!! Ich komme ja schon.. ich dachte, ich darf mich umsehen?“ Seit wann nennt sie mich Claudia? Auch wenn ich froh bin, dass sie geht.. Es tut weh, dass sie mich plötzlich nicht mehr, ihr Mädchen nennt..

Ich folge ihr zur Tür und bleibe daneben stehen. „So Claudia.. Jetzt gehts gleich los.“, sie klopft an der Tür und wartet geduldig, bis eine Frau die Tür aufmacht. Sie hat bereits graue Haare, ist recht klein, ungefähr einen halben Kopf grösser als ich und ist trotz all dem recht modisch gekleidet. „Soo.. Sie sind sicher, Mrs. Friedrich? Und du bist Claudia.. richtig?“, sie lächelt, schüttelt meiner Mum die Hand und macht sogleich einen Schritt auf mich zu und umarmt mich. Ein wenig überrascht versteife ich ersteinmal in ihrer umarmung. Zumindest kenne ich sie noch nicht einmal.. Doch auch, wenn sie eine noch fremde Person ist, nehm ich ihre Umarmung als eine sehr freundliche Begrüssung und knuddle die ältere Dame auch ein wenig. „Nennen sie mich Claudii.. Ist mein Spitzname.“, lächle ich und fühle mich gleich von ihrer freundlichkeit angezogen. „Okey geht in Ortnung Claudii.. kommt doch ersteinmal rein.. Wir wollen ja nicht, dass ihr da draussen noch verfriert.“, meint sie sogleich und lässt mich rein. Meine Mum bleibt stehen. „Lasst mal lieber..ich komme heute Abend wieder um dich zu holen, ich geh nen Rundgang laufen und was trinken.. Bis später.“, und schon ist sie von der Tür verschwunden. „Na gut, zeig ich dir halt unser sogenanntes „Schloss zuhause“ alleine, dann kann ich dich auch gleich besser kennenlernen Claudii..“, sie legt einen Arm um mich und stöst mich mit ihr mit. „Das sieht echt alles voll toll aus..“, ich bin echt begeistert. Alles sehr schön! Von aussen ist alles wie ein Schloss, und innen ist es wie ein College. Aber auch nicht wieder zuu modern. Sehr hohe Wände und wie ich sehe sehr viele Räume. „Ja.. das ist es echt! Wir hatten sehr lange, bis wir das alles, mit den Ideen und allem rundum zusammen hatten. Das ging sicher 2 Jahre.. Ich bin übrigens die Direktorin, von dieser Schule.. Dieses Internat gibt es schon 45 Jahre, auch wenn es nicht so aussieht. Soo, hier ist der Esssaal.“, sie schiebt die grosse Tür auf. „Jetzt ist der Raum noch leer.“, sie schaut auf ihre Armbanduhr. „Aber in ungefähr einer Stunde ist der Raum gefüllt mit 2400 Schülern.“, sie schaut mich an. „Waas? So viele?“, das hätte ich ja echt nicht gedacht! Das müssen ja Tausende von Bettern sein! Mhmm.. Das gefällt mir aber schon. Sie läuft weiter zur nächsten Tür. „Dort vorne ist der Empfang und information, bisschen wie am Hotel.. Das ist einfach für neue.. Oder, wenn du da hinten siehst.. Dort hinter der Rezeption ist eine Tür, die des Direktors, also das Büro meines Mannes.. Dort gehen solche hin, die Deutsch gesagt, scheisse gebaut haben. Wenn du dort mehrmals als 2 mal gewesen bist, kriegst du einen Eintrag im Zeugnis.“, sie läuft weiter und zeigt mir den Gemeinschaftsraum. „Hier kannst du an den PC, hier kannst du lesen, dich mit Freunden unterhalten, an der Freizeit Bar was zu trinken holen, oder bei gelegenheit auch punkte, im Zeugnis aufholen, wenn du an der Bar helfen gehst.“ Ich nicke nur und bin im moment sehr überzeugt, dass ich mich hier wohl fühlen werde. Aber ob mich die Leute hier auch akzeptieren werden? Vielleicht bin ich dann aussenseiterin weil ich ein Emo bin, und es von denen vielleicht keine hat.. „Soo.. unten hätten wir dann alles. Dann zeig ich dir jetzt die Gemäche und das Bad..“, wir laufen richtung Treppe und schlendern nach oben. „So, hier sind die 1300 Zimmer. Einen Stock weiter oben hat es auch 1300 Zimmer. Jeder Schüler hier, hat ein eigenes Zimmer. Darum ist das Internat auch teurer und weil es ein Schloss ist, dass einmal einem Herzogen gehört hat. Falls dich sowas intressiert.“, sie schaut mich fragend an. „Nein überhaupt nicht.. Meine Mutter wollte, das ich hierher komme..“, ich lächle ein wenig um zu zeigen, dass ich es echt ernst meine. „Und wenn schon, wär okey gewesen! So jetzt zeig ich dir noch die Bäder, also dort wo du Duschen kannst ect. Eine Toilette, hat es in den Zimmern leider nicht. Nur die, die schon mehr als 6 Jahre hier sind, bekommen ein Zimmer, dass ein Bad hat, dass sind aber dann die ganz oberen, letzten Zimmer.“, sie läuft um die Ecke und bleibt vor den Bädern stehen. „So hier rechts wären die Mädels und hier links sind die Boys. Dann wären wir wohl fertig.. So, wie ist so der erste Eindruck?“, sie setzt sich im Flur auf die vorhandenen altertümlichen Sessel und zeigt mit ihrer Hand auf den daneben. Ich setze mich ebenfalls hin. „Es gfällt mir sehr! Es ist voll toll hier.. Echt schön...“, trotzdem habe ich etwas Angst, vor dem was mich alles erwartet. Sie bemerkt anscheinend meine Zweifel und fragt nach. „Du hast irgendetwas was dich bedrügt oder? Was ist es denn? Kannst es mir echt sagen.. Oder auch wenn du Fragen hast!“ „Ach... es ist einfach.. Wissen sie..“, sie unterbricht mich. „Sag mir du, hier duzen mich 2400 Schüler täglich, sie müessen nur meinen Mann duzen. Er ist der strenge.“ Ich nicke. „Okey.. Also weisst du.. schau mich mal an! Ich bin ein Emo.. Und naja, ich hab ein wenig Angst davor, dass mich deswegen niemand mag..“, ich schaue beschämt gen Boden. „Aber nein! Sicher nicht! Es gibt hier sehr viele, die genauso sind wie du! Hier findest du auf jeden Fall ein paar Emos! Ich kenn jeden Style in diesem „Schloss zuhause“! Keine Angst.. das wird schon..“, sie lächelt und schaut mich an. In diesem Augenblick kommt mir Milo in den Sinn. „Ich habe noch eine wichtige Frage! Ich hab heut einen Emo kennengelernt, er geht auch in ein Internat. Er heisst Milo. Geht er hier zur Schule?“, frage ich völlig nervös. „Mhmm.. das ist etwas schwierig so zu sagen! Ich habe 2400 Schüler in diesem Haus hier, da kenne ich nicht jeden Namen.. Aber du wirst ihn sicherlich antreffen. Weil, jede Schüler hier haben grüppchen nach ihren Styles und Hobbies, da wirst du ihn sicherlich mal sehen oder so, falls er hier zur Schule geh.“, sagt sie etwas besorgt, da sie denkt, ich könnte jetzt enttäuscht sein, oder so.. „Okey, ist schon in Ortnung..“, lächle ich ihr entgegen. „Achja.. Wieso läuft hier eigentlich niemand herum?“, bemerke ich erst jetzt, nach dem längeren Gespräch. „Achja.. Wir hier, an der Schule haben verschiedene Hobbie Workshops, die die Schüler jeden Samstag morgen auf der Wiese, hinter dem Schloss besuchen müssen. Natürlich darf man auch auswählen in welchen man gerne gehen möchte. Wenn du willst, können wir jetzt kurz nach unten gehen, und du kannst auswählen, welchen du ab der nächsten Woche, da du ja Montag hier anfängst und heute schon Samstag ist, okey?“, fragt sie mich. „klar ist gut..“, wir gehen gemeinsam mit dem Lift nach unten zur Rezeption. Sie geht hinter die Tecke und legt mir einen Zettel hin. Das sind alle Workshops.“, dann beginnt sie aufzuzählen. „Volleyball, Eishockey, Fussball, Tischtennis, Tennis, Hip Hop Tanzen, Walken, Klettern, Wandern, Grasschlitteln, Schlittschuhfahren, Grafiti-Zeichnen, Ballet, Kochen, Werken, Schlossputzer, Musiker und Reiten. Du kannst 3 Sachen unterstreichen und bei denen es am wenigsten hat, wirst du dann dabei sein, okey?“, ich nicke und bin recht überrascht dass es so viele sind. „boah.. Ihr habt ja voll viel zu bieten, da kann man sich ja kaum entscheiden.“, dann mache ich mich an die Arbeit und überlege, was mir noch Spass machen könnte. Ich glaube, ich werde mich hier schon irgendwie zurecht finden, dass das hier jetzt eben für ein Jahr neues Zu hause ist.
 

Kapitel 4

„Sooo.. ich nehm diese drei.. Ich bin halt eher nicht so sportlich, darum hab ich die gewählt. Musiker, Schlossputzer und Grafity.“, ich lege ihr den Zettel auf die Theke und lächle sie an. Sie lächelt ebenfalls und nickt. „So, hättest du Lust, dass ich dich gleich vorstelle?“, fragt sie mich. „Waas? Vor allen?“, antworte ich sofort. Sie nickt und muss über meine Flüchtigkeit lachen. „Aber..“, sie unterbricht mich. „Keine Sorge.. Das wird schon! Du musst ja nur daneben stehen, dass machen wir fast bei allen so. Okey?“ „Okey..“, stimme ich zu. Sie schaut kurz auf die Uhr und läuft dann Richtung Esssaal. „In ein paar Minuten werden sie reinstürmen. Ist glaub besser, wenn wir jetzt schon zum Saal gehen. Möchtest du mit essen?“ Ich überlege kurz. Wo soll ich mich denn überhaupt hinsetzen..? Ich kenn doch niemanden. O.o Trotzdem sage ich ja..  Ich möchte sie ja nicht entäuschen oder so. Also gehen wir gemeinsam in den Saal und laufen nach ganz vorne. Schon nach ein paar Sekunden, höre ich die laute Schulglocke und alle stürmen in den Saal. Meine Hände schwitzen. Habe ich etwa Lampenfieber? Ich muss ja nur daneben stehen.. Also beruhig dich.. Langsam schliesse ich die Augen und öffne sie wieder. Dann nimmt sie so eine Klinge hervor und schläg sie, neben dem Mikro an das Glas. Alle sind ruhig und schauen auf uns. „So meine lieben Schüler und Schülerinnen. Wir haben heute Besuch..“, sie zeigt auf mich und alle blicken auf mich. Ganz ruhig Claudi.. ganz ruhig.. Sie fährt fort. „Sie wird ab Montag bei uns, für ein Jahr unsere Schule besuchen. Ich hoffe sie wird sich hier wohl fühlen.“, sie nickt und alle fangen wieder an zu plaudern. Ich atme tief durch. Das ist ja nochmal gut gegangen. „Das wird schon Claudi.“, sie merkt meine nervösität und meint: „So komm, du kannst mal zu uns 98 Lehrern an die Tafel sitzen, neben deine neuen Lehrer, okey? Mit dem Essen weisst du wie's funktioniert? Wie du holen musst, wo und wann du darfst?“ Ich nicke und laufe die paar Treppen runter. Ich hol mir mein Essen und setze mich neben die Direktorin. Dann beginne ich zu essen. Ob ich mich wohl noch mit andern anfreunden werde? Ich weisses nicht.. Doch die Ungewissheit macht mir ein wenig Angst. Hoffentlich geht Milo hier zur Schule. „Und? Schmeckt es dir?“, fragt mich eine Lehrerin die neben mir sitzt. „Jup.. Is supi!“

„Wenn du willst, kannst du dich jetzt noch ein wenig allein hier rum schauen, okey? Dein Zimmer ist die Nummer 1301. Hier ist der Schlüssel. Die anderen Schüler haben jetzt bis Montag morgen auch frei. Vielleicht findest du ja jetzt jemanden!?“, sie drückt mir den Schlüssel in die Hand. Ich nicke und bewege mich Richtung Treppe. Jetzt probier ich gleich mal aus, ob Milo sein Handy an hat. Ich greife nach dem Zettel in meiner Hose und wähle die Nummer. Tuuut.. Tuttt.. Tuuuut.. Tuuuut.. Na komm schon, nimm ab. Biitteeeeeeeee.. „Milo, hallo?“, Es erscheint die Stimme von Milo an der anderen Seite der Leitung. Immernoch laufe ich die Treppen hoch, aber mit einem Tempo das selbst die Schnecke nicht übertreffen kann. „Na endlich.. Hey Milo, ich bins Claudi..“, mit einer etwas schüchternen Stimme gebe ich Antwort. „Heyy duu.. Na, konntest du noch gut weiterschlafen heute morgen..?“, doch dann laufe ich genau in jemanden rein. „Oh entschuldigung ic.. O.o !!! Miiiilllooooo!!!“, sofort reisse ich ihn in meine Arme und knuddl ihn richtig durch. „Meine Güte, was für ein Zufall. Am Telefon und ich lauf genau in dich rein.“, er lacht und schaut mich an. „Jetzt bist du also doch hier.. mh?“, ich nicke nur. „Mh.. Da kann man wol nix machen..? Mir war grad voll langweilig und ich dachte ich geh an den See.. Willst du mitkommen?“, fragt er mich. „Klar gerne. Den See muss man ja schätzen, der is voll schön.“, ich laufe ihm hinterher.
 

Wir setzen uns gemeinsam auf einen der verbogenen Baumstämme, die so nah am Boden zu sind, dass man sich drauf setzen kann. „Mhh.. Und nun.. Weisst du denn wieso du hierhin musst?“, fragt er mich nach einer Weile der Stille. „Nicht so wichtig.. Hauptsache ich kann mich hier gut einleben.“, ich schaue ihm in die Augen, um nun seine Reaktion zu sehen. Ich kann ihm noch zu wenig vertrauen, dass ich ihm einfach mein Geheimniss anvertrauen kann.. „Okey.. Ich versteh schon..“, er lächelt. „Wie alt bist du eigentlich?“ Gleich merke ich, dass er nun versucht, besser mit mir kontakt zu binden. Das ist ja voll süss.. Ich muss ein wenig schmunzeln, bis mir seine Frage wieder einfällt. „Ich werd am 23. Dezember 16 und du?“, gebe ich als antwort und hoffe nun, dass er nicht jü¨nger ist als ich. „Ich bin vor einer Woche 16 geworden.“ „Waas? O.o“, etwas perplex, weil ich nun nicht weiss, was ich ihm noch nachträglich schenken könnte, gratuliere ich ihm zu seinem 16. B-day. „Ich wünsch dir alles alles gute zu deinem 16. B-Day.“ Kurz entschlossen stehe ich auf und gebe ihm einen Backenkuss.. Er lächelt und wird plötzlich ganz rot.. Ich schaue ihm in die Augen und muss auch lächeln. Ein wundervolles Gefühl baut sich gerade in meinem Bauch auf.. Ich glaub..... ich hab mich grad verliebt.. Schnell schaue ich weg.. mhm.. ob das wohl eine gute Idee war..? „Ehm.. ich muss dann auch schon wieder gehen.. meine Mum kommt gleich! Bis Montag!“, und schon bin ich weg. Was er jtzt wohl über mich denkt? Dieses Gefühl, was ich gerade verspührt habe, war unglaublich. Ich war eigentlich noch nie richtig verliebt, aber Ale hat mir gesagt, dass man dann am liebsten gleich wie alles rausschreien möchte, weil der Schwarm von Schmetterlingen gerade im Bauch einen Tornado verursachen.. Irgendwie hatte ich gerade dieses Gefühl.. Ob's bei ihm auch so war? Ich wünschte, ich wüsste es.. In diesem Moment sehe ich, wie meine Mum mit der Direktorin plaudert. Ich laufe auf sie zu und winke. Als ich an der Stelle ankomme fragt sie: „So hast du deinen Emo-Milo gefunden?“ „Klaaaaar.. und wie!!“, sage ich zu ihr. Sie lächelt. Meine Mum intressiert sich kaum für sowas, denn sie läuft schon wieder nach unten. „Deine Mutter hat's anscheinend eilig“ Ich nicke. „Ich fands heute toll.. Ich freue mich auf Montag.“, sage ich und schüttle ihre Hand. „Gut.. das ist toll! Ich hoffe du wirst dich hier wohl fühlen.“ Ich drehe mich um und laufe nach unten, Richtung Bus.

„Endlich zu Hause..“, ich lege meine Tasche ab, die ich dabei hatte und setze mich erst einmal auf die Couch. Meine Mum, legt die Tüten, mit den Einkaufswaren, die sie gekauft hat, als ich im Internat war, in die Küche und geht sofort nach oben. „Du hast heue fast kein Wort mit mir geredet..“, murmle ich vor mich hin. Naja auch egal.. Sie ist's auch nicht wert. Kurz entschlossen, gehe ich in mein Zimmer und beschliesse, Ale anzurufen. Irgendwie muss ich ihr ja jetzt klar machen, dass wir uns ein Jahr nicht mehr sehen. Stimmt.. So ichtig habe ich gar nicht darüber nach gedacht. Im moment, bin ich noch nicht soo traurig darüber, das ich heuen könnte, aber morgen wird es besimmt so sein. Ich greife nach meinem Handy und wähle ihre Nummer. Kurzerhand nimmt sie das Telefon ab. „Heyy Shazziii.. Na wie geht's?“, frage ich sie. „Supiiii.. Hey, was hast du denn heute gemacht? Dein Handy war aus und ich hab ein paar mal aufs Haus teli versucht, hat aber niemand abgenommen..!?“, fragt sie ganz überrascht. „Ich war in Deutschland..“, ich getraue es ihr kaum zu sagen. „Waas? Is ja gaail O.o Und was hast du denn dort gemacht? Warste mit deiner Mum dort?“ Ob ich es ihr jetzt sagen sollte? Ich schaue auf die Uhr. Persönlich ist besser. „Ich muss dir was sagen.. komm kurz zu mir okey?“, sage ich sogleich und sie stimmt ein. Sie wohnt ja sowieso nur 4 Häuser weiter, also finde ich es besser, wenn ich es ihr persönlich sage.. Es wird schlimm für uns beide sein.. Vorallem für sie! Weil sie hat sonst kaum Freunde, weil sie vor einem halben Jahr hierher gezogen ist und ich die einzige Anvertrauungsperson bin. „Ding  Dongg..“ Ich renne die Treppen runtert und öffne die Tür. „Schnugggiii..“, sie reisst mich in ihre Arme und streichelt über meinen Rücken. Wir lösen uns voneinander. „Was musst du mir denn so dringendes sagen, was man nicht am Handy sagen kann..?“, spricht sie so gleich auf mich ein. Ich ziehe sie an der Hand mit rein und setze sie auf das Sofa, worauf ich mich auch hinsetze. „Also.. Ich hab dir doch das von meinem Dad erzählt, gestern..“, sie nickt, ich fahre fort. „Meine Mum sagt, sie hat jetzt ein Jahr keine Zeit mehr für mich, weil sie sein Geld verteigigen muss.. Das heisst, ich muss ab Montag ins Internat.. Ich war heute.. heute dort.. Einen Besuch.....abstatten.....“, Ich weiss nicht, wie ich ohne sie auskommen werde. Sie ist auch für mich, die einzige Anvertrauungspersonich die ich habe.. Sie begleitet mich durch mein Leben, ich brauche sie.. Man merkt ja immer erst dann, wie wichtig die Person dir ist, wenn du weisst, dass du sie nicht mehr hast! Und das stimmt wircklich.. Als ich heute, in dieser Schule gesagt habe, dass ich mich hier wohl schon zurecht finden werde, habe ich nicht darüber nachgedacht, was dann aus mir und Ale werden wird. Was wird sein, wenn ich zurück komme und sie eine bessere Freundin als mich gefuden hat? Was ist, wenn meine Erz Feindin Angi Zicke doofe Gerüchte verbreitet hat, die unserer Freundschaft schädigt? Eine weitere Träne sucht den Weg zu meinem Kinn und landet auf der Couch. Ich schaue auf die Seite, da ich ihr geschocktes Gesicht nicht anschauen will.. Sonst würde ich wohl gleich losheulen.. Plötzlich, nach der langen Stille kommt ein Wort aus ihrem Mund. Doch ich merke, dass sie kaum sprechen kann, weil sie einen dicken Kloss im Hals hat. „Was?“ „Es ist nur ein Jahr.. bitte wein nicht, sonst muss ich auch los heulen, ich kann nix für .. Es.. es .. es ist so schlimm, aber weisst du, wenn ich dann immer alleine zu hause bin, ist das auch nicht toll für mich und .. und ich kann ja auch nicht immer zu dir kommen, du hast ja auch noch andere Freunde.. und .. Ach es ist alles so scheisse..“, ich schaue sie an. Eine Träne nach der anderen verlässt ihre wunderschönen grünen Augen. Sofort nehme ich sie in meine Arme und drücke sie fest an mich. „Ich hab dich so fest lieb, wie nichts anderes auf dieser Welt.. Bitte sei mir nicht böse..“, flüstere ich leise. „..ich kann nicht ohne dich sein..“, sagt sie kaum hörbar. Ich verstehe sie.. Sie hat viel zu viele in der Schule, die sie nicht akzeptieren. Sie ist anders als sie.. Alle in unsere Schule sind Trendy und Mode.. Sie ist fleissig in der Schule und eben anders.. Normaler.. Es ist komisch, dass wir Freunde sind, wir sind zwei verschiedene paar Schuhe. Ich bin emo sie ist Spacko.. So nennen uns alle in der Schule.. Emo und Spacko. Aber wir kommen so gut aus, wie niemand anders. Wir verstehen uns und brauchen uns..  Aber ich denke, Ale wird es verdammt schwer haben, ohne mich zu sein, denn sie wird in diesem ganzen langen schrecklichen Jahr eine Aussenseiterin sein..

Sicher 4 Stunden sind wir noch so da gesessen und haben einfach dem flattern der Vorhänge, da es draussen angefangen hat zu regnen, zugehört. Sie ist lange in meinen Armen gelegen, bis wir dann trotzdem ein wenig angefangen haben zu reden, wie wir dieses Jahr wohl meistern werden.. Wir haben uns auch darauf geeinigt, dass es ein gutes Jahr werden könnte.. Da wir vielleicht lernen werden, auch allein zurecht zu kommen.. Und trotzdem haben wir zusammen geweint und uns auch darauf geeinigt, dass es ein trauriges und schlimmes Jahr werden wird. Wir haben auch darüber gesprochen, dass ich dann an den Weihnachten hierher kommen werde.. Da ich leider an den Wochenende dies nicht darf.. Selbstverständlich habe ich ihr von Milo erzählt und ich habe mir vorgenommen, eine Telefon Karte zu besorgen, dass ich ihr vom Internat aus telen werden kann, sodass sie mir dann auch ein wenig Tipps vorschlägt, wegen Milo und so.. Um halb 10 ist sie dann nach Hause gegangen.. Wir sind so verblieben, dass sie Morgen vor der Abreise zu mir kommen wird um Abschied zu nehmen. Ich muss halt eben schon morgen hin um mein Zimmer einzurichten usw..
Nun sitze ich auf meinem Bett, höre Musik und bin mir sicher, der morgige Tag wird anstrengend werden..
 

Kapitel 5

„O.o Ich bin eingeschlafen..!?“, mit einem lachen finde ich mich auf dem Boden wieder. „Ups.. Das Buch auf dem Bett un ich liege auf dem Boden, wie ungewohnt.. xD“, ich stehe auf und mache das Bett zurecht. „Diing Doong..“; und schon ist Ale hier. Ich renne die Treppen runter und öffne die Tür. Wir begrüssen uns mit einer Umarmung. „Was hast denn du heute Nacht gemacht?“, meint sie und lacht mich völlig aus. „haha..“, ich muss lachen und erkläre es ihr. „Joah, ich hab eben noch Musik gehört und ein Buch gelesen und mit der Zeit bin ich anscheinend eingeschlafen.. und auf dem Boden gelnadet.. Zum glück hab ich jetzt keine Rückenschmerzen“, meine ich und hole meine Tasche im Schrank hervor. „Am besten packst du einfach alles ein, was in deinem Schrankvorhanden ist, ne? Du brauchst sowieso alles..“, sie beginnt die Sachen aus dem Schrank zu holen, legt sie einzeln zusammen und packt sie in meine Tasche. Immernoch stehe ich vor der Tür und gähne vor mich hin. „Soll ich hier alles alleine machen oder wie?“, sie schaut mich auffordernd mit einem lächeln an. Ich nicke. Wir beide beginnen einzupacken. „Sag mal.. Hast du eine Idee, was ich Milo für ein B-day geschenk machen könnte? Er hatte vor einer Woche Geburtstag...?“, schaue ich sie nach einer Weile an, als mir dies wieder in den Sinn kommt. „Keine Angst, ich hab da schon so meine Ideen. Hast du nicht gesagt, es gäbe einen Advent Ball im Internat?“, sie svhaut mich an mit einem Grinsen aug den Lippen. „Ehm..jaaaaa.. wieso meinst du?“ „Wie wärs.. wenn du das Kleid, dieses Prinzessinnnen Kleid, dass du immernoch unter dem Bett hast, einmal hervor nimmst und ihm damit eine Überraschung am Ball machst? Du hast dieses Kleid noch nie getragen und ich wette du wirst die Atraktion an der Schule sein.“, erklärt sie mir, voller Vofreude. „Vielleicht darf ich ja dann sogar auch zu besuch kommen. Das wird sicher machbar sein, nicht wahr?“, fährt sie fort. „Ich soll dieses Kleid tragen? Omg.. Ich seh dort drinne ja wie Cindarella 2 Aus O.o“, skeptisch gebe ich die antwort. „Das sollte ja so sein..“, sie lacht und kommt auf mich zu. Sie läuft an mir vorbei, zieht das Kleid aus der Kiste hervor und hält es vor mich hin.. Es ist wunderschön.. Stell dir dich drinnen vor.. Dann wunderschön geschminckt, hochsteckfrisur.. und du kommst mit einem Freundschaftsring daher.. Gibst ihn im und sagst: Alles liebe zum B-day nachgträglich..“, sagt sie wie eine echte Prinzessin. „Mhmmm.. Ein Freundschaftsring? Ich weiss nicht.. Ich bin doch noch gar nicht richtig mi ihm befreundet.!?“, meine ich mit einer etwas traurigen Stimme. „Sag mir mal, wann Advent ist, mh? Du hast noch genug Zeit! Also mach keine dummen Anstallten xD“, sie schmunzelt und packt mir sorgfältig das Kleid ein. Ich nicke. Ob das wircklich eine gute Idee ist? Ich will ja dann nicht als Cindarella gelten..

„Endlich fertig gepack.. Meinst du, wir haben alles?“, ich schaue sie an. Mit einem Nicken, nimmt sie meine Tasche auf den Rücken und läuft zur Tür. Ich nehme die zweite Tasche und gehe ihr hinterher. Draussen angekommen, stellen wir die Taschen in den Kofferraum. Wir schauen uns traurig an.. „Ich werd dich sosehr vermissen.. Wir schauen, dass ich manchmal aus Ausnahm zu dir kommen darf, okey?“, meint sie und lächelt. Ich gehe auf sie zu und knuddle sie ordenlich duch. Es tut richtig weh.. Sie ist ein wichtiger Mensch in meinem Leben geworden und sie wird es auch immer bleiben.. Ich denke schon, dass wir das hinbekommen. „Weisst du..“, ich kratze mich am Hinterkopf und fahre weiter. „Ich muss im Moment nicht weinen.. Weil ich weiss, dass wir zwei das hinbekommen werden.“ „Glaube ich auch.“, man merkt ihr an, dass sie glücklich ist. Ich bin sehr sehr froh, dass wir gestern so lange miteinander gesprochen haben, sodass wir zu einem gemeinsamen Entschluss gekommen sind. „Ist die Direktorin denn nett?“, fragt sie. Ich nicke nur. Langsam wird es soweit.. „Komm jetzt endlich Claudia“, sagt meine Mutter kalt und setzt sich nervös ins Auto. „Jaa.. ich komm ja schon. „Ich werd dich vermissen..“, meine ich und nehme sie in den Arm. Ich dich auch.. Hab dich lieb..“, gibt sie als Antwort und streichelt über meinen Rücken. Wir lösen uns voneinander und ich streichle ihre über die Wange. „Du kriegst das mit der Schule schon hin.. Sonst rufst du mir an und ich verpass den Leuten die dich doof von der Seite anmachen eins in die Fresse xD“ Sie lacht. Ich setze mich ins Auto und schliesse die Tür. Ich winke ihr vom Auto aus, bis ich sie nicht mehr sehe. Sie tut mir richtig leid.. Wie ich so vor ein paar Sekunden noch alleine gesehen habe.. So hilflos.. Sie muss lernen, auch ohne mich klar zu kommen. Das klingt jetzt vielleicht, als würde ich mich aufspielen, ich sei die Strärkere von uns beiden.. Aber so ist es auch. Sie gibt immer nach und sagt zu allem ja, nur dass sie niemandem eine Abfuhr geben muss. Ich hingegen kann auch nein sagen, also das heisst, ich sage jemandem meine Meinung, wenn es mir nicht passt..

Ich zähle jeden Baum, der weiter von meinem Zu Hause entfernt ist. Wir fahen durch eine Alee von Bäumen. Rechts ein Baum, links ein Baum, rechts ein Baum, links ein Baum usw. Zum Glück fahren wir dieses Mal mit dem Auto hin, sonst hätte ich wahrscheinlich, so egoistisch wie meine Mutter ist, beide Gepäckstücke alleine tragen mussen. Es regnet.. Na super. Leise höre ich, wie jede Regentropfe auf die Scheibe klopfen. Wie 1000 von Menschen die mit einem Astzweig auf die Scheibe schlagen...

„Claudiaa.. wach endlich auf!!!“, ich werde unwohl wacherütel. Langsam öffne ich mein Augen und finde mich auf dem Sessel im Auto wieder. O.o Ich bin eingeschlafen.. mh.. „Ja ich komm ja schon.. du kannst aufhören mich so zu rütteln.“ Sie hört auf und geht weg. Ja super. Muss ich jetzt alles alleine tragen? Und da sehe ich wie die Direktorn auf uns zu kommt. „Heyy Claudi! Toll dass du hier bist.. Kann ich dir helfen?“, fragt sie ganz aufegwühlt. Ich muss lächeln. Sie freut sich anscheinend dass sie eine neue Schülerin im Internat hat. „Sagen sie zu erst noch kurz, wie ich ihnen sagen soll.. Ich weiss ihren Namen gar nicht..“ „Sag mir einfach Chaquline. Meinem Mann musst du Mr. Ferries sagen, okey?“, sie lächelt. „Klar, geht in Ortnung.“, ich stehe auf und hole mein Gepäck. „Lass mal, ich nehm den Koffer.“, Jaquline nimmt den Koffer und läuft zum „Schloss.“ Wahrscheinlich hat sie meiner Mutter schon auf Wiedersehen gesagt. Wie wir uns wohl verabschieden? Ich lasses auf mich zukommen. „So.. Jetzt sehen wir uns an Weihnachten wieder?“, sagt sie ein wenig freundlich. Ich nicke nur und schaue gen Boden. Es ist schlimm.. das Mutter und Tochter einander so tschüss sagen.. Ich meine es sind ja  Monate in denen wir uns nicht sehen.. Sie steht trotzdem auf, und nimmt mich in den Arm. Doch es ist keijn Gefühl da.. Ein wenig Traurigkeit. Aber nicht Traurigkeit, weil wir uns so lange nicht sehen, sondern weil wir uns so begegnen. Wie Freunde.. Nicht einmal, wie Kollegen. „Okey Tschüss.. Dann bis Weihnachten.. Wir können ja dann telefonieren, ob ich dich holen komme, okey?“, sie setzt sich ins Auto und stellt den Wagen an. Ich trette einen Schritt zurück und sehe noch, wi sie davon fährt. „Jetzt fängt ein neuer Lebensabschnit an.“, flüstere ich in den Regen. „Claudi komm!! Du wirst noch krank!!“, ruft Jaquline von der Schloss Türe aus. Ich renne mit der Tasche auf sie zu. Sie lässt mich ins Trockene. „hast du denn Schlüssel noch?“, fragt sie. „Klar.. Ich geh mal rauf und mach mich trocken und so.“, meine ich und schon bin ich zur Treppe gerannt. Ich schlndere den Tag oben entlang, bis ich zu meinem Zimmer komme. „Und das ist mein neues Zimmer..“, murmle ich vor mich hin. „Macht du immer selbst Gespräche?“, lacht jemand hinter mir. Ich erschrecke und drehe mich um. „Oh mein Gott, hast du mich gerade erschreckt. Er lacht. Ich lache mit. „Ich wolle gerade Duschen gehen und so..“, sage ich schnell. Och Mensch Claudi!! Das hättest du doch später machen können. Schon der erste Fehler.. „Achso okey.. Ja sonst wirst du noch krank. Soll ich unten, bevor es essen gibt, auf dich warten? Es ist ja schon 18 Uhr und in einer halben Stunde gibt es Abendessen.“, fragt er mich. Ist das n'Date? Ach Claudi.. Mach dich ned verrückt. „Ja geht in Ortnung. Ich bin in 20 Minuten unten. Er nickt und dreht sich um. Auch ich drehe mich um und mache die Tür auf. Doch wir beide drehen uns nochmal um. „Oder soll ich dir die Kleider einräumen oder sowas?“, fragt er ganz scheu. Omg.. Ganz ruhig Claudi. Jetzt machst du keinen Fehler. Jetzt überlegst du ganz sorgfältig was du machst, ja? „Nene schon okey.. Ich mach das morgen oder so, sonst wird das zu stressig, aber danke.“, meine ich und schaue ihn an. Sehr gut gemacht Claudi. Ich glaube du würdest alles verraten, wenn du ihn jetzt in dein Zimmer eingeladen hättst und kaum noch gewusst hättest, was du sagen solltest, weil er dir zu nahe ist. Ich benehm mich ja wie ne verliebte.. Toll.. Er nickt und lächelt. „Bis später“, meint er noch und geht die Treppen runter. So ne Kacke.. Ist er jetzt entäuscht? Hab ich ihm nen Korb gegeben? Omg.. Ach lasses einfach Claudi.. Jetzt gehst du in die Dusche und benimmst dich wie ein normaler Mensch. Ich betrete mein Zimmer und staune sofort. Wow! Is ja gross. Es ist ein Teppichboden. Zu erst sehe ich, wenn ich um die Ecke laufe, an der rechten Seite mein Doppelbett. Dann in der linken Ecke, ist ein Sessel. Wenn man noch weiter nach links geht, in den Bereich, den man von der Tür aus sieht, steht ein Tischchen, ein grosses und darauf ein Fernseher. Ich glaubs ned.. ich darf Fern gucken. Das is ja wie im Traum. Is ja ma toll. Sofort entdecke ich einen Zettel auf dem Bett. Ich nehme ihn in meine Hände und lese. „Liebe Claudi. Ich hoffe du wirst dich hier gut einleben. Dein Zimmer musst du selbst aufräumen, was wir auch jede Woche kontrollieren werden. Deine Wäsche musst du selbst waschen. Wenn du nicht weisst wo: Die Wäschküche befindet sich im Mädchen Bad. Ebenfalls haben die Jungs einen Wäscheraum. Den Fernseher, darf man 6 mal pro Woche benutzen. Das bestimme ich und meine Frau. Das sind immer die selben Zeiten. Mit der Zeit wirst du selbst merken, wann die sind und wann nicht. Wenn ihr Fern schauen dürft, leuchtet beim Fernseher in der unten Ecke links das Lämpchen grün. Wenn ihr nicht dürft ist es rot. Jetzt musst du dir nicht die Frage stellen. Kann man Schummeln? Nein kann man nicht, denn der Fernseher kannst du gar nicht anschalten, wenn das Lämpchen rot ist. So nun zum Schulunterricht. Du bist in der Klasse 34 b im Zimmer 4.6 das im UG am Anfang der Eingangstüre zu finden ist. Dein Stundenplan liegt auf den Fernseher. Ich hoffe die Schokolade die wir dir dazu gelegt haben, schmeckt. Viel spass in der neuen Schule. Mit freundlichen Grüssen Mr. Ferries.“ Ich muss lachen. Eine ganze Predigt, was das Fern schauen an geht, wie toll.. Hihi.. Naja.. find ich ne ganz tolle Begrüssung. Was das Waschen angeht.. Ich weiss doch gar nicht wie das geht.. Ich frag dann einfach Jaquline oder so, wenn sie mal Zeit hat. Oder meine neuen Mitschüler. Kurzerhand beschliesse ich in die Dusche zu springen. Ich nehme ein Froteetuch mit, ein Duschshampoo und was es alles noch so dazu braucht. Dann laufe ich Richtung Bad. Soo.. Niemand da.. Mh.. Boah, voll die Duschen. Sicher 20 oder so. 

2.3.08 16:06


Kapitel 1

Kapitel 1 

„Endlich raus aus den Rummel! Jetzt gehts zum Claire's!“, rufe ich durch die Menschenmenge. „Jajaa.., ich weiss es doch. Wir sind ja schon unterwegs“, grinst Ale mir entgegen. Wir laufen zusammen die Strasse runter und bleiben bei meinem Lieblingsladen stehen. „Wolltest du nicht erst zum New Yorker?“, schaut sie mich überrascht an. „Neee.., Claire's ist mir im Moment wichtiger.“ Hand in Hand voller Vorfreude springen wir in den Laden und beginnen den Laden zu inspizieren. Kaum laufe ich an den ersten Ständern vorbei, entdecke ich auch schon die neuen Ringe, mit Totenköpfen beschmückt. Es gibt nichts schöneres als Emo-Style. „Schau mal Apfeltorte, hier sind sogar neue Farben von Ketten, endlich, jetzt haben wir ne Pinke Kette gefunden. Is ja mal gaail!“, betrachtet sie die Kette mit glänzenden Augen. „Omg!! Und Daaas.. Schauu mal!“

Nach etlichen Stunden verlassen wir den überfüllten Laden und setzen uns erst einmal auf eine Bank. „Boah.. Ich hab vier Taschen gefüllt – soviel habe ich gekauft..“, bemerke ich erst nach einer Weile. „Und ich drei“, lachend schauen wir uns an. „Das hab ich echt mal wieder gebraucht.. Wie gehts eigentlich deinem Dad?“, fragt mich Ale, nach einer Weile des Schweigens. „Ich weiss nicht. Er ist immer noch in der Psychiatrischen Klinik in Hamburg“, schaue ich etwas traurig gen Boden. Ale legt einen Arm um mich. „Wenn du reden willst, ich bin immer für dich da, okey? Ich nicke nur stumm. Jedesmal, wenn sie dieses Thema angesprochen hat, blieb ich stumm oder gab einfach keine Antwort. Es ist einfach ein Thema, über das ich nicht sprechen kann. Ich weiss, dass ich meiner besten Freundin alles anvertrauen kann. „Weisst du.. es ist schwierig darüber zu sprechen. Ich habe Angst, dass du mich dann vielleicht nicht mehr magst und ich will dich echt nicht verlieren! Ausser meiner Mutter bist du für mich die einzige Vertrauensperson“, bei jedem Wort wird meine Stimme leiser. Dann verstumme ich ganz und schaue zu Boden. „Schatzii.. du bist meine beste Freundin, das weisst du! Um nichts in der Welt möchte ich dich verlieren. Ich will dir helfen, egal was passiert!“, ihre Stimme beruhigt mich und bringt mich dazu, endlich mal aus mir rauszugehen. Eine Träne sucht ihren Weg zu meinem Kinn, worauf mich Ale sofort in den Arm nimmt. „Er ist in dieser Klinik zur Therapie, weil er sich das Leben nehmen wollte!“, den Kloss in meinem Hals, der sich gerade aufbauen wollte, schlucke ich runter und fahre flüsternd fort. „Er hat sich erst betrunken und wollte sich dann ritzen..und im letzten Moment hat er den Krankenwagen selbst gerufen. Mir hat niemand etwas gesagt. Ich habe es erst nach drei Wochen erfahren, dass er in der Klinik ist und das ist erst eine halbe Woche her.“ Ich schaue in ihr Gesicht. Ihre Augen verraten mir ihre momentanen Gefühle. Sie sind gefüllt mit Schock, Angst und Trauer. Mitfühlend streicht sie mir ein Haar aus dem Gesicht. Wieder nimmt sie mich in den Arm. „Es ist schwierig, etwas dazu zu sagen. Mein Onkel hat dasselbe gemacht, deshalb weiss ich, was das bedeutet, aber ich bin immer für dich da, egal was ist, okey??“, behutsam streichelt sie mir über den Hinterkopf. Ich bin froh, dass ich es ihr endlich sagen konnte. Ein grosser Stein ist von meinem Herzen gefallen. Wir stehen auf und bewegen uns Richtung Bus und Tram, wo wir dann einsteigen und nach Hause fahren. Der Tag war wunderschön und aufregend, da ich ja nach einem halben Jahr endlich wieder ins Claire's - meinen Lieblingsladen - durfte. Dass ich jetzt Ale alles erzählen konnte, hat mir sehr gut getan..

„Claudi! Steh endlich auf, wir gehen gleich zum Bahnhof!“, meine Mutter rüttelt mich wach und öffnet danach die Fensterläden. Ich öffne verschlafen die Augen. Plötzlich schnalle ich, was sie gesagt hat und springe sofort auf... „Wie bitte?? Bahnhof? Warum Bahnhof?“ Sie lacht mir entgegen und erklärt: „Je te présente ta nouvelle école.“ Das ist öfters so. Ihre Muttersprache ist Französisch, also spricht sie mit mir diese hässliche Sprache. „Welche neue Schule?“, schaue ich sie empört an. „En français, ma fille.“ „Quelle nouvelle école?“, frage ich genervt ein zweites Mal. „Siehst du dann.., ich habe dir doch gesagt, wenn ich dir etwas auf français sage und du antwortest auch in dieser Sprache, spreche ich wieder almand, ansonsten pas..“, meint sie. Etwas neugierig, wegen der neuen Schule oder was es auch immer sein soll, begebe ich mich ins Bad und beginne mich zu stylen. Hoffentlich ist das nicht so eine doofe Franz Schule, sonst werde ich gleich wieder abhauen!

„Viens, ma fille! Mach schnell bitte, wir verpassen noch den Zug!“, ruft Mutter von der Haustür nach oben. „Ja ich komm ja schon, mein Piercing klemmt“, ich renne nach unten, ziehe meine Chucks an und springe ins Auto. „Ich hör Musik keine Störungen bitte..“, ich drücke mir die Ohrstöpsel in die Ohren und beginne die Musik zu hören.. Ich liebe dieses Lied. Es ist mein Lieblingslied von Howie Day: Perfect Time of Day. „It's the perfect time of day.. it's the last day of your life.. why your heart is racing?“, ich summe weiter das Lied vor mich hin.. „Was singst du??“, meine Mutter schaut nach hinten. Ich ziehe den einen Ohrstöpsel raus und schaue sie fragend an. „Was hast du gesagt?“ „Was singst du vor dich hin?“, fragt sie mich mit einem empörten Gesichtsausdruck. Ich ziehe eine Augenbraue in die Höhe “darf ich etwa nicht!?“ Sie zieht eine Schnute, dreht sich wieder um und konzentriert sich auf die Strasse. Am Bahnhof angekommen, sucht sie einen Parkplatz.

„Wann kommt den endlich dieser doofe Zug?“, ich schaue auf die Uhr unf sitze genervt auf eine dieser Bänke. „Er kommt schon noch.“ Das Lied, dass ich vorhin gehört habe, läuft mir nach.. „It's the perfect time of day.. it's the last day of your life.. why your heart is racing? Mhmmmm...“ Meine Mutter dreht sich um. Schämt sie sich etwa für mich? Ich war noch nie gut mit ihr befreundet.. Okey.. Wer ist schon mit seiner Mutter befreundet? Sie intressiert mich nicht, mit ihren blöden Sprüchen und ihrem geplapper. Ich vertraue ihr nicht. Als ich ihr mein grösstes Geheimniss anvertraut habe, was jetzt kein Geheimniss mehr ist, hat sie es einfach meiner Tante und allen weitererzählt, obwohl sie mir versprochen hatte, es niemandem zu sagen. Aber so ist das halt, wenn man das Vertrauen missbraucht. Ich versuche nur mit ihr auszukommen, weil ich noch nicht 18 bin. Und da ich erst 15 bin, muss ich ja irgendwie mit meiner Mum auskommen. Aus ihrer Sicht bin ich sowieso eine Rebellin. Das akzeptiert sie genau so wenig, wie meine Lehrerin. Die steckt doch mit ihr unter einer Decke, aber was solls.. „Sorry, kann ich mich hierhin setzen?“, jemand schreckt mich aus meinen Gedanken auf. Ich sehe in zwei rehbraune Augenkugeln. Es ist ein Junge, etwa in meinem Alter..... Ein Emo, genau wie ich. Mein Herz rast schneller! Er lächelt mich mit einem fragenden Ausdruck in den Augen an und ich lächle zurück. Erst als ich mich wieder gefasst habe, erinnere ich mich, dass er mir ja eine Frage gestellt hat. „Ehm.. klar kannst du dich hierher setzen, sorry, war grad in Gedanken.“, schaue ich ihn etwas perplex an. Er legt seine Tasche neben sich und betrachtet meine Mum. Soll ich ihn nach seinem Namen fragen? Immerhin sehe ich hier in Zürich kaum Emos rumlatschen, darum war ich eben auch so verzaubert. Ich bin hier fast der einzige Emo. Immer wieder werfe ich einen Blick auf sein wunderschönes Gesicht. Es scheint mir, als habe er sehr weiche Haut. Sie ist ein bisschen gebräunt und seine Frisur ist voll der Wahnsinn!!! Vielleicht hat er sich absichtlich neben mich gesetzt.Villeicht bin ich auch der erste Emo, den er sieht. Bei dem Gedanken muss ich schmunzeln. Er trägt ein weisses Shirt mit Jack, dem berühmten Totenkopf darauf.. Mein Jack! Ich liebe ihn heiss, denn er ist sooooooooooooooooooo knuffig.. Er trägt ebenfalls, wie ich, eine schwarze Jeans und zwei von diesen geilen Nietengürteln. Ein Paar Schmuckstücke um Finger und Arm. Wie fast jeder Emo Boy ist er natürlich geschminkt, schwarz umrandete Augen - traumhaft braune sogar, der perfekte Boy! Mr. Right für mich! Ich lächle vor mich hin.. „Wie heisst du eigentlich?“, fragt er mich total schüchtern.

2.3.08 15:23


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